Weil.

Veröffentlicht am 2. April 2024 um 21:20

(Achtung! Spoilerwarnung)

Wieso wir das getan haben? …weil.

Das Buch “Weil.”, geschrieben von Martin Muser, ist ein Psychothriller für Jugendliche. Es behandelt die Themen Angst, Ohnmacht und Gewalt.

Das Buch handelt von einer Gruppe befreundeter Teenager, welche über das Wochenende in ein Landhaus fahren, um gemeinsam für ihre Abiturprüfung zu lernen. Während der Fahrt stoßen sie auf einen Jungen, der per Anhalter mitgenommen werden möchte. Und aufgrund einer falschen Entscheidung, wird eine verheerende Kette an Ereignissen ausgelöst, welche jeden der Teenager auf harte Weise testet.

Aber hier ist erst einmal der Klappentext:

Manuel hat versucht zu vermitteln.

Selin hat versucht sich zu wehren.

Knut hat versucht den Fehler zu korrigieren.

Philipp hat versucht Hilfe zu holen.

Esther hat versucht zu fliehen.

Vergeblich.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und muss sagen ich musste immer mal eine kurze Pause einlegen um das Gelesene zu verdauen. Es ist nicht das erste Buch, welches ich gelesen habe, das sich mit den Themen Angst und Gewalt beschäftigt und doch hat es mich sehr zum Nachdenken gebracht.

Die Handlung baut sich schnell auf und gegen Ende hatte ich kurz das Gefühl zu wissen, wie die Geschichte endet. Aber als ich wirklich am Ende ankam war es ganz anders als erwartet und hat einmal mehr einen Grund zum Grübeln gegeben.

Die Moral und die Werte der Jugendlichen, die dachten sie kennen sich selbst und sie kennen einander, werden auf die Probe gestellt und komplett hinterfragt. Am Ende erkennt sich niemand mehr selbst wieder.

Verschiedene ethische Sichtweisen und Konflikte werden aufgegriffen. Es geht um die Frage, welcher Mensch was verdient, oder eben auch nicht verdient, hat. Entscheidet man sich für die eine geliebte Person oder dafür die Gruppe überleben zu lassen und die geliebte Person zu opfern? Es geht um Gut und Böse, die Wertigkeit von Moral, aber vor allem eben um Angst.

Die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Charaktere, wenn sie unter extremer Angst um ihr Leben handeln müssen, wird aufgezeigt und ist sehr erschütternd. Und doch ist so viel Wahres dran, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.

Niemand kann von sich selbst sagen, wie er unter Angst handeln würde, selbst wenn man meint, sich noch so gut zu kennen.

Es ist ein ein Thema, welches bei einigen einen großen Raum für Diskussionen schafft oder bei anderen auf Ablehnung stößt, da es recht heikel ist. Aber ich bin trotzdem der Meinung, dass sich jeder einmal damit befassen sollte auch wenn es heißt, das man seine Komfortzone verlassen muss.

Dieses Buch ist also eine absolute Empfehlung von mir.


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